SUDAN

SUDAN

Mygoma Waisenhaus

Müttern von unehelichen Kindern droht im Sudan die völlige soziale Diskriminierung. Deshalb setzen viele verzweifelte Frauen ihre Neugeborenen in den Straßen der Hauptstadt Khartoum aus. Den Kleinen bleibt dann oft nur eine Überlebenschance – Das Mygoma Waisenhaus. 1986 zeigte sich uns dort ein schreckliches Bild: die Säuglinge waren krank und vernachlässigt, die hygienischen Verhältnisse waren katastrophal. Schritt für Schritt setzten wir diesem bedrückenden Zustand ein Ende. Es wurden die Sanitäranlagen und die Küche saniert. Das Betreuungspersonal wurde ausgebildet, die Kinder medizinisch behandelt, Ernährungs- und Physiotherapieprogramme umgesetzt und ein Spielplatz gebaut. Die sudanesischen Eltern erhielten Unterstützung beim Adoptionsverfahren und die Vermittlung in SOS-Kinderdörfer wurde ins Leben gerufen.